"über das Sehen in die Ferne mittels Elektricität."
Prager Tagblat, 21. April 1887

Deutscher polytechnischer Verein. In der letzten Wochenversammlung hielt Herr Prof. Dr. Maiß den angekündigten Vortrug „über das Sehen in die Ferne mittels Elektricität." Der Vortragende besprach die einzelnen Theile eines Apparates, welcher gestattet, eine» leuchtenden oder gut beleuchteten Körper auf größere Entfernung zu sehen ohne Rücksicht auf zwischen Object und Auge befindliche undurchsichtige Körper. Durch eine Scheibe mit spiralig angeordneten Löchern wird das vom Objecte ausgebende Licht intermittirend gemacht, das intcrmittirende Licht wird mittels Radiophon, Mikrophon und Jnductionsspule in elektrische Stromwellen transformirt und diese Stromwellen bewirken beim Durch ­ gang durch ein mit spiegelndem Diaphragma versehenes Telephon Variationen der Brennweite des Diaphragmas, also auch Variationen der Intensität des Lichtes an der ; Stelle des reflectirte» Lichtkegels, an welchem die Löcher ' einer zweiten synchron laufenden congruenten Scheibe vorbeigehen und das Bild des Objectes aus denselben Elementen zusammensetzen, in welche es durch die erste zerlegt worden ist. Diese Entstehungswcise des Bildes hat noch die weitere Folge, daß auch bewegte Objecte in ihrer Bewegung erscheinen. Uebertragen werden hierbei nur die Stromwellen, und es ist daher gleichgiltig für den Effect, ob und welche Gegenstände zwischen dem Objecte und dem Auge fich befinden. Ständen nicht noch eine Reihe technischer Schwie ­ rigkeiten im Wege, so könnte nach dieser Idee Nipkow'S in Prag Jedermann sehen, was etwa auf der Ringstraße in Wien vorgeht. Mit der Darstellung dieser Schwierig ­ keiten schloß der Dortrag. — Hieran reihte fich eine längere Debatte über den Handfertigkeitsunterricht. — In der morgigen Wochenversammlung steht auf dem Programme ein Vortrag des Hrn. Director Carl v. Ott „Ueber Stabilitätsbcstimmung der Gewölbe."

Le roman Het televisie experiment de Bert 

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